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Das Verkehrssicherheitsprogramm "Sicher im Auto" befasst sich mit der richtigen Sicherung von Kindern in Fahrzeugen und ist eine Informationsveranstaltung mit praktischen Demonstrationen. Der ADAC und Volkswagen arbeiten bei der Umsetzung dieses Programms zusammen mit dem Ziel, die Zahl der Verkehrsunfälle von mitfahrenden Kindern im Auto sowie die Schwere von Verletzungen zu senken.

Die Besorgnis erregende Unfallstatistik

Im Jahr 2009 wurden in Deutschland 10.242 Kinder (unter 15 J.) als Mitfahrer im Pkw verletzt oder getötet – zumeist im Auto ihrer Eltern. Die Mitfahrt im Auto ist für Kinder die gefährlichste und unfallträchtigste Art der Verkehrsteilnahme.

Viele Kinder erlitten bei Unfällen schwere Verletzungen, weil sie in Kindersitzen saßen, die unvorschriftsmäßig installiert wurden.

Jedes vierte Kind über sechs Jahre fährt im Auto ohne die altersgerechte Sicherung mit, es ist in der Regel lediglich im Erwachsenengurt gesichert. Bei falscher Gurtführung im Beckenbereich oder am Hals kann dies bei einem Unfall zu schlimmsten Verletzungen führen.

Noch immer wird jedes 50. Kind über sechs Jahre im Pkw völlig ungesichert mitgenommen. (Datenquelle: Bast Studie 2009)

Sicherung im Fahrzeug

Es gelten folgende Regelungen:

Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, dürfen in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben
sind, nur mitgenommen werden, wenn Rückhalteeinrichtungen für Kinder genutzt werden, die amtlich genehmigt und für das Kind geeignet sind ... (§ 21, Absatz 1a StVO). Wird ein Kind ungesichert mitgenommen, droht ein Bußgeld in Höhe von 40,– € sowie ein Punkt im Flensburger Zentralregister.

Kindersitze und Gurte: Lebensretter Nr. 1

Ohne Sicherung „schießt“ bei einer Notbremsung oder Kollision jeder Fahrzeuginsasse ungebremst in Richtung Frontscheibe. So würde zum Beispiel
ein Kind, das 20 kg wiegt, bei einer Geschwindigkeit von ca. 50 km/h mit einem „Schub“ von bis zu 1.000 kg je nach Unfall und Fahrzeug nach vorne katapultiert. Ungesicherte Kinder haben ein siebenfach höheres Risiko, bei einem Unfall schwere bis tödliche Verletzungen zu erleiden, als gesicherte.
Der Gurt kann zwar das Trägheitsgesetz nicht außer Kraft setzen, aber die Insassen werden durch ihn zurückgehalten und so vor Verletzungen besser
geschützt.

 
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